Road to Roth – wie alles begann

Nachdem ich das Glück hatte und regulär an einen der begehrten Startplätze für Roth zu gelangen, gab es „leider“ kein zurück mehr.
Dies war am 27.07.2016, also nicht mehr ganz 1 Jahr zur Vorbereitung. Als nächstes wollte ich eine Unterkunft reservieren, auch wenn ich nur 130km Anfahrt habe wollte ich mir dadurch den Stress ersparen. Aber es waren doch schon einige Hotels ausgebucht. Etwas außerhalb habe ich dann noch ein Zimmer bekommen, das ich am 25.08. also 11 Monate vorher reservierte.
Als nächste Hausaufgabe mußte ein vernünftiges Rad (n+1) her, also ein Zeitfahrrad. Nachdem ich mit dem Aerorad von Canyon gute Erfahrung gemacht hatte, entschied ich mich für die kleine Version des Zeitfahrboliden von Canyon, also das Speedmax CF 8.0. Nach der Bestellung entschied ich mich jedoch spontan für den Zeitrahmen vom emwee-bikes.de. Kurzerhand wurde die Bestellung bei Canyon storniert und der Rahmen bei emwee-bikes geordert. Den ich dann über den Winter mit einer Shimano Di2 ausrüsten wollte. Der am 9.9.2016 bestellte Rahmen wurde mit einer Lieferfrist von 4-6 Wochen angegeben. Bekommen habe ich den Rahmen dann am 9.11.2016, also 8 Wochen später. Der Aufbau stellte keine großen Hürden da. Somit konnte ich im Dezember 2016 noch zum Bike Fitter in das Radlabor nach München fahren. Dort stellte sich dann doch heraus das der Rahmen ganz schön lang baut. Eine Rahmengröße kleiner wäre aber   

auch keine Möglichkeit gewesen, da ich sonst eine zu große Überhöhung fahren müsste. Somit wurde der Sattel so weit wie möglich nach vorne gestellt. Um mich schon einmal an das Rad zu gewöhnen absolvierte ich die ein und andere Einheit auf der Rolle damit. Es ist doch eine andere Geometrie wie auf dem Rennrad. Die Eingewöhnung wird doch etwas länger dauern und ich muss wohl auch mehrere Einheit draußen damit fahren. Am 25. Februar war es dann soweit, ich wollte zum ersten mal das Rad ausführen. Ich fühlte mich wie das erste mal auf einen Rad, das ganze war ziemlich wackelig. Es wird doch eine gewisse Grundgeschwindigkeit benötigt.

Um mich auf diese Ereignis auch richtig vorzubereiten, meldete ich mich bei mygoal für einen Triathlon Trainingsplan an. Nach dem ersten Telefonat mit der Trainerin Anke, hielt ich kurze Zeit später meinen Trainingsplan in der Hand. Ich war am Anfang doch etwas verwundert über die kurzen Trainingseinheiten, da war ich von Greif anderes gewöhnt. Aber schließlich wird hier auch jeden Tag trainiert. Da bleibt nicht viel Zeit für die Regeneration. Ab sofort heißt es nun Trainieren was das Zeug hält, was in der Woche 8-15 Trainingsstunden bedeutet. Auch an meiner mäßigen Schwimmperformance wollte ich arbeiten und was Sebastian Kinele geholfen hat, sollte für mich doch auch reichen 😉 Also meldete mich bei Jan Wolfgarten unter swimazing zu einem 2-Tages Seminar an. Erschreckende Unterwasseraufnahmen zeigten das Desaster, hier hilft leider nur Technik, Technik, Technik üben. Um nichts den Zufall zu überlassen, wollte ich auch mein eigenes Körpergewicht etwas reduzieren. Also wurde von 82kg auf 75kg abgespeckt. Was sich sofort in den Laufleistungen wiederspiegelte. Bei der Ismaninger Winterlaufserie knackte ich eine Bestzeit nach der anderen. Im Februar stand noch mein 2 jährliches Checkup beim Arzt an, das ich wieder in der TUM absolvierte. Dieses mal mit einem Belastungstest auf dem Rad. Im Vergleich mit anderen Schnellkraft,- Kraft- und Spielsportlern in meiner Altersgruppe erreichte ich 100. Prozent. D.h. es war keiner besser als ich 😉 Somit scheint das Training nicht allzu falsch zu sein. Als nächster Test steht in 2 Wochen am 25.3. ein Testlauf über 30km an und am 7.5. ein Duathlon an. Vielen Dank wer bis hier durchgehalten hat. Ich hoffe in Zukunft wieder öfters von meinem Weg nach Roth berichten zu können.

Mein erster Triathlon

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Nach meinen letzten Marathon im Mai war bei mir innerlich eine totale leere. Ich hatte keine Motivation mehr fürs Laufen, es musste eine neue Motivation her. Da ich immer schon gerne mit dem Rad gefahren bin und ich seit Jahren schon den Gedanken hatte Kraulen zu lernen, faste ich den Entschluss es mit dem Triathlon zu probieren. Also meldete ich mich kurzentschlossen zu einem Kraulkurs bei den SWM an. Ich war bis dato nie ein Freund des Brustschwimmens, aber das es so ein steiniger Weg werden würde, hatte ich mir nicht vorstellen können. Das ich keine Kraft in den Armen habe, war mir klar. Aber als Läufer dachte ich wenigstens über starke Beine zu verfügen, das Gegenteil war der Fall und dazu noch ganz steife Fußgelenke. In den ersten Stunden des Kraulschwimmens plagten mich Wadenkrämpfe. Dazu gesellte sich dann noch die üblichen Probleme mit der Atmung. Aber wenn mich erstmal der Ehrgeiz gepackt hat, somit ging ich zusätzlich 2x pro Woche ins Schwimmbad. Bahn für Bahn versuchte ich mich nur auf die Atmung zu konzentrieren (Pusten unter Wasser und Kopf drehen und einatmen). mehr als 10m waren nicht drin. Irgendwann schaffte ich die 25m Bahn, was für ein Erfolg aber auch wieder ein noch sehr weiter weg. Was für mich der Durchbruch war, das schwimmen mit dem Pullboy. Da konnte ich mich ganz auf die Atmung konzentrieren und die Beine hinterherschleifen. Durch einen Tweet von Twitterkamerad Sportingmunich wurde ich auf den 3MUC Triathlon aufmerksam gemacht, und kurzerhand habe ich mich für die Volksdistanz angemeldet. Nun wurde zielgerichtet trainiert mit Laufintervallen und Wechseltraining. Ehe ich mich versah war der große Tag schon da und ich nahm mir vor ganz entspannt an die Sache zu gehen. Am Vorabend packte ich das Rennrad in den Kofferraum und packte die restlichen Sachen zusammen, da kommt für einen Triathlon einiges zusammen. Am nächsten Tag fuhr ich um 8:00 Uhr Richtung Oberschleißheim und holte zuerst meine Startunterlagen hab, ich war zum Glück in der 1. Startergruppe um 10:00 Uhr dran mit der famosen Nummer 110. Dann ging es erstmal an das einrichten der Wechselzonen, einmal für den Wechsel Schwimmen/Rad und in der 2. Wechselzone Rad/Laufen. ich brauchte ich aber nur meine Laufschuhe abzulegen. Und dann war es auch schon soweit für den Start. Kurzes einschwimmen und ich reihte ich mich in die letzte Reihe ein, was sich dann aber als Nachteil heraus stellte, da noch weitaus schlechtere Schwimmer wie ich dabei waren. Aber ein Überholen war für mich nicht möglich, da neben mir auch lauter Schwimmer waren und somit ergab ich mich meinen Schicksal. Jetzt hieß es aber auch schon raus aus dem Wasser und zum Rad laufen, raus aus dem Neo, Helm und Brille aufgesetzt und das Rad aus der Wechselzone geschoben, nach der Linie beherzt aufgesprungen und Fahrt aufgenommen. Dann in die Schuhe geschlüpft und Gas geben, es galt was aufzuholen. Verdammt fetter Gegenwind, auf 33-34 km/h eingependelt und rein in die erste Kurve und mit der Hilfe des Rückenwind im 40er Schnitt wieder in die Gegenrichtung gefahren. Das ganze wiederholte sich 4x und kurz vor den 2.Wechsel nah ich etwas Speed raus um für das Laufen vorbereitet zu sein. Runter vom Rad, durch die Wechselzone geschoben und rein in die Laufschuhe. Und dann mit Vollgas aus der Wechselzone gespurtet, die Pumpe voll am Anschlag musste ich etwas Pace raus nehmen. Zu  ersten mal ein Blick auf die Uhr, verdammt vergessen die Uhr zu starten. Nun denn lief ich die 5km halt nach Gefühl, kurz vor Anschlag um ggf. kontern zu können. Es wurden sehr lange 5km und endlich war ich im Ziel. Wenn wir pünktlich gestartet sind, durfte es eine gute Zeit werden. nun hieß es abwarten, da erst wenn der letzte auf das Rad gewechselt war, das Rad aus der Wechselzone geholt werden durfte. Nun war es endlich soweit und ich konnte meine Sachen wieder ins Auto einladen. Dann gab es auch schon eine Durchsage, das die ersten Zeiten im Internet abrufbar sind. Sofort mit dem Handy nachgeschaut, ich konnte es gar nicht glauben AK 4 Platz in 1:05. Leider hat sich dann doch noch jemand dazwischen gedrängt, und es wurde ein AK 4.Platz daraus. Aber für meinen ersten Triathlon war ich mehr als Zufrieden mit dem Ergebnis. Triathlon ich komme wieder, es hat mich gepackt.

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Regensburg Marathon 2015

Regensburg-Marathon-Ziel

Am 17.05. war es soweit, Marathon Nummer 2 wartete auf mich. Nach meinem vergurkten Marathon 1 (München 2014, 4:04) den ich Aufgrund von Pflasterarbeiten rund ums Haus mit zu wenig Umfangskilometer und mit einem Hexenschuss im letzten Jahr angetreten bin. Eigentlich hatte ich mir nach dem langen Leiden geschworen nie wieder, aber nach 2 Wochen war alles vergessen. Somit beschloss ich einen Frühlingsmarathon zu bestreiten. Und diesmal wollte ich von Anfang an alles richtig machen. Also startete ich am 27.10.2014 mit einen Greifplan in die Marathonvorbereitung. Dies wurde mein erster Winter den ich ohne Pause durchlief. Ab Ende Dezember wurde jeden Samstag die 35km gelaufen, somit bin ich bis zum 17.5. auf insgesamt 20 lange Läufe gekommen und hatte damit ca 1400 Trainingskilometer hinter mir. Am 23.3. ging es dann in die direkte Vorbereitung auf den Regensburg-Marathon, mit den bekannten extensiven Dauerläufen mit Endbeschleunigung. Am 19.4. stand dann der HM-Überprüfungslauf an, den ich mit einer persönlichen Bestzeit von 1:33 meisterte. Damit war ich überzeugt dass ich die 3:18 im Marathon schaffen würde. Somit startete ich am 17.5. um 8:30 in Regensburg frohen Mutes um eine Zeit Sub 3:20 zu laufen. Der Start ist mit den HM-Läufern gemeinsam und ich konzentrierte mich ganz darauf in dem Marathontempo von 4:45 zu laufen. Um nicht von GPS (Stadt) abhängig zu sein, hatte ich mir die Marathontaktik von Greif als Armband an den rechten Arm geklebt. Dies funktionierte sehr gut und ich kontrollierte am Anfang jeden km gegen die Laufzeit, Es war einiges Los auf der Laufstrecke, denn es waren ca. 3.500 HM Läufen und ca 500 Marathonläufer. Dadurch musste ich ein paar Getränkestationen auslassen, da mir einfach zu viel Gedränge war und ich keinen Sturz provozieren wollte. Es war auch nicht zu warm (ca 14°) und nachdem ich die langen Läufe ohne Getränk absolviert habe, machte ich mir keine weiteren Gedanken darüber. Nach 8km ging es in ein trostloses Industriegebiet das zum krönenden Abschluss auf einer Continental Teststrecke für Autos endete. Als Läufer fand ich das ziemlich öde. Im Anschluss daran ging es auf einer sehr langen gerade wieder zurück in die Innenstadt. Hier waren dann auch ein paar Zuschauer, die die Läufer anfeuerten.  Bis hier lief alles entspannt für mich, es fühlte sich sehr locker an. Ab km 16 hieß es für mich das Tempo etwas anziehen, da laut Greif Taktikplan für die nächsten 10 km das Tempo 5 Sekunden unter den Durchschnittstempo liegen soll. Kurz vor der HM Distanz hieß es dann Abschied nehmen, die HM Läufer bogen in das Ziel ein und die Marathonläufer starteten auf die 2. Runde. Nach dem Ende der 10 km Steigerung hatte ich ca. 1 Minute Zeitvorteil gegenüber meiner Marschtabelle und nahm dann so bei ca. km 26 mein erstes Gel zu mir da nun die Beine langsam schwer wurden. Nun konnte ich etwas Tempo rausnehmen, um auf die geplanten 4:41 zu kommen. Ab jetzt wurde es ziemlich schwer da kaum Läufer sichtbar waren und mein Tempo pendelte sich bei 4:45 ein. Irgendwie war auf einmal die Motivation weg, in den langen Läufen konnte ich mich immer motivieren Tempo zu machen. Ich hatte heute scheinbar meinen Willen vergessen mich zu quälen. Die trostlose Strecke tat ihr übriges dazu. Bei km 30 war ich zwar laut dem Taktikplan noch immer im soll, aber das Tempo war mittlerweile bei 4:50. Als es Richtung Innenstadt zurück ging, konnte ich zwar ein paar Läufer überholen, aber das Tempo war mittlerweile bei einer Pace von 5:00 angelangt. Ab Km 38 merkte ich im linken Unterschenkel wie dieser immer mal wieder verkrampfte. Dies wurde mal besser, mal schlechter. Kurz vor km 42 war es dann ganz schlimm und ich musste stehenbleiben um den Muskel etwas zu dehnen. Gleich darauf kam ein Zuschauer zu mir und meinte komme noch 500 Meter und Du hast es geschafft, ich erklärte Ihm das ich einen Krampf habe und lief dann aber auch gleich weiter. Ich war nun heilfroh als ich die Ziellinie bei einer Zeit von 3:23 überlief. Ich dehnte meinen Unterschenkel ausgiebig und  es wurde besser. Im Zielbereich nahm ich erstmal ein Iso-Getränk und ein Cola zu mir und so langsam ging es mir wieder besser. Ich traf dann noch auf einen Läufer mit dem ich eine Zeitlang gemeinsam gelaufen bin und unterhielt mich mit Ihm. Es war zufällig auch ein Greifianer mit der gleichen Tempovorgabe von 3:18 wie ich, er hatte es auch nicht geschafft, war sogar noch 2 Minuten langsamer. Wir unterhielt uns noch über das Greiftraining bevor ich mich dann verabschiedete und meinen Kleiderbeutel holte. Ich nahm dann noch eine Paste (Gutschein) zu mir und machte mich dann auf dem Weg zum Auto. Auf dem Weg zum Auto wurde ich angesprochen ob ich nicht Lust hätte in 2 Wochen in Augsburg an einen 30km Lauf teilzunehmen. Ich lehnte dankbar ab, in dem ich erklärte das ich gerade den Marathon hinter mir habe und mir es erstmal reicht. Das stieß auf Verständnis und mir wurde Angeboten dass er mich zu meinem Auto bringt. Scheinbar muss ich ziemlich fertig ausgesehen haben. Aber auch dieses Angebot lehnte ich dankbar ab und ging weiter meines Weges. Auf der Autofahrt nach Hause, lies ich mir das Rennen nochmal durch den Kopf gehen und ärgerte mich über mich selbst dass ich keinen Kampfeswille gezeigt habe. Als Erfahrung daraus habe ich gelernt, das eben nicht nur ein gut trainierter Körper zu einem Marathonrennen gehört, sonder ebenso auch mentale Stärke.

Regensburg_Marathon

SWA HM Augsburg

HM-Ausgburg_2015_04_19_swa_Lauf_KM_21_086Am Sonntag, den 19.04.2015 stand mein erster Wettkampf diese Jahres auf den Plan. 4 Wochen vor dem Regensburg Marathon. Nachdem ich zum ersten mal den ganzen Winter durchgelaufen bin war ich auf das Ergebnis gespannt. Mein erstes Jahr nach den Trainingsplan von Greif, war eine neue PB somit Pflicht. In den Stundenläufen zeichnete sich eine konstante Leistung ab, leider jedoch auch keine Leistungszunahme. Dies war für mich doch etwas verwirrend, da ich doch recht hart trainiert habe. Daher schrieb ich Peter Greif eine Email, ob er sich das erklären kann. Er beruhigte mich das ich mir keine Sorgen machen soll und meine Leistung schon noch kommt. Nun hatte ich 1 Woche vor dem HM einen 18km Tempolauf nahe dem HM Renntempo, also in 4:33 m/km absolviert, was mich sehr Zuversichtlich stimmte. Somit einigte ich mich auf folgende Taktik, nicht langsamer als 4:29 und ansonsten auf den Körper hören. Somit klingelte am Sonntag um 6:45 der Wecker und ich freute mich nun auf den ersten Wettkampf. Nach dem Frühstück machte ich mich mit dem Auto Richtung Augsburg auf, zur Sportanlage Süd. Dort angekommen holte ich meine Startnummer ab und bezahlte den Beitrag von 15,00 EUR. Dann schaute ich mir noch den Hobbylauf über 6,9 km an. Dann war es auch schon Zeit sich umzuziehen und ich begann mich einzulaufen. Dann stellt ich mich ungefähr in der Mitte des Startfeldes auf und schon ging es los. Nach der ersten Kurve ein Blick auf die Uhr zog ich das Tempo etwas an, damit ich in mein gewünschtes Tempo kam. Der erste KM war rum in 4:25, also alles wie geplant. Ich fühlte mich sehr gut, der Puls war ungewöhnlich niedrig für diese Tempo. Die nächsten km lief ich alle im 4:22 Schnitt, ich war überrascht wie leicht mir das viel. Nun passierte ich die erste Verpflegungsstelle ohne halt zu machen. Es war gutes Laufwetter mit 15 °, allerdings wehte ein starker Wind. Nach der 10 km Stelle merkte ich das Tempo nun etwas in den Beinen und ich suchte mir eine Gruppe in der ich mich mitziehen lassen konnte. Nach einiger Zeit wurde das Tempo aber verschleppte und ich setzte mich an die Spitze um die Tempoarbeit zu übernehmen. Und ehe ich mich versah, war ich zu einer weiteren Gruppe aufgeschlossen. Ich merkte das 2 Läufer mit mir gekommen sind, das Tempo schwankte zwischen 4:29 bis 4:33. An der letzten Verpflegungsstation nahmen die beiden Läufer ein Wasser und ich zog das Tempo zeitgleich an um etwas weg zu kommen. Jetzt waren 3 Läufer vor mir an die ich einfach nicht ran kam. Das hohe Anfangstempo zeigte sich nun, von hinten drohte aber keine Gefahr eingesammelt zu werden. Der letzte Streckenposten wollte mir noch Hoffnung machen und rief mir zu: 30 Meter Abstand dran bleiben, aber ich hatte einfach keine Körner mehr. So viel ich teilweise auf 4:40 zurück um dann aber wieder auf die geplanten 4:29 zu kommen. Nun kam der letzte km und ich nahm meine ganze Kraft zusammen um einen letzten schnellen km zulaufen und ins Ziel zu sprinten. Dabei kam eine 1:33:35 heraus, eine neue PB. Und der letzte km war tatsächlich der schnellste km in 4:06. Somit kam ich auf den Gesamtplatz 59 von von 189 Läufern und auf einen 11. Platz in der AK. Ich unterhielt mich dann dann noch mit den beiden Läufern die ich an der letzten Verpflegungsstelle abgehängt hatte und fuhr anschließend wieder nach Hause. Das ich mich um 5 Minuten verbessern würde, hätte ich nicht gedacht. Dieser HM wird mir noch lange in freudiger Erinnerung bleiben, ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden.

Ich auf den Prüfstand

Am Donnerstag, den 19.03.2015 war es soweit, für mich ging es auf den Prüfstand. Ich hatte eine Termin im größten Zentrum für Sportmedizin in München der TUM.

Ganze 5 Stunden sollte ich mir dafür reservieren, bei meinem Hausarzt ist das in 1 Stunde erledigt. Ich war gespannt, um 9:45 erschien ich also pünktlich und nüchtern am O2 Tower. Nach der Anmeldung hieß es erstmal auf die Waage und die Körpergröße messen ebenso wurde das Körperfett mittel einer Fettzange überprüft. Danach ging es zur Untersuchung zum Doktor. Dort wurde ich erstmal mit allen möglichen Fragen gelöchert: Ziele bisherige Krankheiten etc. Dann hieß es ausziehen und abtasten lassen. Hier wurden alle Fehlstellungen des Körpers erfasst 😉 Am Schluß musste ich noch Blut lassen und durfte danach etas Essen. Gleich danach ging es zum Kardiologen der Per Ultraschall das Herz untersuchte, bisher alle Untersuchungen mit der Bestnote abgeschlossen. Anschließend wurde noch die Lunge untersucht. Hier musste ich in einer kleinen Kammer aus Glas in ein Röhrchen pusten und einmal mit meinem ganzen Lungenvolumen voll ausatmen. Danach kam dann der spannendste Teil der Untersuchung Belastungstest, dafür wurde ich erstmal verkabelt (EKG) und der Blutdruck vor der Belastung gemessen. Zur Sicherheit bekam ich einen Sicherheitsgurt angelegt, damit ich nicht über das Ziel hinaus schieße 😉 Nun ging es mit gemütlichen 6 km/h los, nach 4 Minuten war Schluß und es wurde über das Ohrläppchen Blut für den Laktattest abgenommen. Jetzt kam die nächste Stufe und das gleiche Prozedere (was immer 30 Sekunden Erholung bedeutete). Ich musste auch nach jeder Stufe meine Einschätzung abgeben, von sehr sehr leicht bis sehr sehr hart. Bei 17 km/h war für mich dann Schluß bei einer Herzfrequenz von 181. Dann wurde wieder Blutdruck gemessen und ich durfte zum Duschen. Danach ging es noch mal zu einem kurzen Abschlussgespräch zum Doktor, er bescheinigte mir eine sehr gute Grundlagenausdauer, das Schwellentempo liegt bei Tempo 4:40 und bei 17 km/h war mein Laktatwert noch nicht am maximalen Wert, theoretisch müsste ich schneller Laufen können. Soweit die Theorie. Das Ergebnis bekomme ich dann per Post die nächsten Tage zugeschickt, ich bin gespannt.

Laufgeschwindigkeit (km/h)HerzfrequenzLaktat
61201.49
81291.24
101351.28
121512.22
141654.16
161769.54

Training im Februar

Das Training im Februar war begleitet von Kälte, Eis und Wind. Trotzdem war die Motivation hoch und ich konnte eine Tempostufe schneller laufen, was auf die schnellen Einheiten 4 Sekunden pro Kilometer bedeutet.

Training_Februar

Am 17. Februar machten sich jedoch Schmerzen im linken Gesäß bemerkbar, die sich nicht mehr ignorieren lassen konnten. Somit pausierte ich erstmal eine Wochen und konnte ein Piriformis-Syndrom als Ursache dafür ausmachen. Ich behandelte das Gesäß mit der Blackroll und legte mir dann noch eine Blackball zu. Zusätzlich behandelte ich die linke Seite zuerst mit Kälte, merkte aber bald das mir Wärme besser hilft. Am 23. Februar trainierte ich das erste mal wieder, aber nur locker. Es wurde mindestens nicht schlimmer, somit konnte ich dann am Samstag, den 28. Februar auch die lange Runde mit 35 KM wieder laufen. Es ist zwar noch nicht komplett verschwunden, aber der Schmerz strahlt nicht mehr aus und ich bin auf dem Weg der Besserung. Die Behandlung mit der Blackroll/Blackball setze ich jeden Tag fort, zusätzlich bestrahle ich die linke Seite mit Rotlicht. Als Ursache dafür mache ich bei mir meinen Hüftschiefstand dafür aus. Ich wird mir das Athletikprogramm nach maxxF helfen die Muskulatur um die Hüfte zu stärken. Den Dehnübungen nach dem Laufen schenkte ich jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit. Damit waren es knapp 70 KM weniger Training als im Januar, aber ich starte erst am 23. März mit der direkten Vorbereitung für den Marathon in Regensburg und somit bleibt mir noch genügend Zeit. Die eine Woche Trainingspause scheint mir nicht geschadet zu haben, denn ich konnte die 35 KM mit einem 5:18 Schnitt laufen.

Training im Januar

Das Training im Januar kann sich sehen lassen:

Traning Januar

Im Vergleich zu letzen Jahr, da waren es nur 103 km. Das kommt vor allem von den langen Läufen mit 35 km länge. Ich hätte nicht gedacht, das die Schmerzen bei dieser länge weniger werden. Aber der Körper hat sich auch daran gewöhnt. Aber auch schnelle Einheiten wie der Stundenlauf oder 10 km Läufe am Anschlag waren dabei. Hier war der schnellste 10 km Lauf bei 44:50, und der Stundenlauf bei 13,25 km. Somit ist hier schon mal ein Grundstein gelegt und es geht weiter ans Kilometer sammeln im Winter. Auch das Athletiktraining 2x mal pro Woche kam nicht zu kurz.

 

Athletiktraining

Um auf den langen Strecken die notwendige Körperspannung zu bekommen, habe ich diese Jahr mit einem Athletiktraining begonnen. Hierfür haben ich mir das maxxF Training ausgesucht, welches von Wend-Uwe Boeckh-Behrens an der Uni Bayreuth entwickelt wurde. Dafür habe ich mir folgendes Buch gekauft:

maxxf Treaining

Aber eigentlich hätte ich mir das sparen können, da die Übungen auch im Internet zu finden sind. Ich mache daraus das 30 Minuten Programm, was folgende Übungen enthält:

maxxF-Übungen

Allerdings sind dazu im Buch noch ein paar Alternativen zu den Übungen beschrieben, wie die Übungen für den Anfang etwas leichter gestaltet werden können bzw. für Fortgeschritten etwas schwieriger. Die Übungen mache ich 2x wöchentlich und merke auch schon Fortschritte. Meine schwache Seite, die linke Hüfte, schmerzt nun nicht mehr nach intensiven Einheiten. Gerade der bei Läufern doch etwas vernachlässigte Oberkörper kann dadurch trainiert werden. Bei den Übungen merkt man schnell die Schwachstellen, was bei mir der untere Rücken ist. Das Beinrückheben ist für mich die schwerste Übung. Der Vorteil an den maxxF Programm ist, das außer einer Matte und etwas Platz nichts benötigt wird. Die Übungen korrekt auszuführen ist, meiner Meinung nach, mit dem Buch bzw. nur Anhand einer Abbildung sehr schwer. Hier haben mir die Videos von FitForFun geholfen.

Neue Ausrüstung von Sealskinz

Nachdem es am letzten Samstag ziemlich Nass von oben gekommen ist, musste ich an meiner Ausrüstung etwas ändern. Bisher bin ich in meinen Sommerschuhen gelaufen, da mich der Preis von Goretex Schuhen immer etwas abgeschreckt hat. Zumal diese dann doch nicht so oft zum Einsatz kommen und auch mehr an Gewicht bedeuten. Daher bin ich auf die Socken von Sealskinz  gestoßen. Diese sollen 100% Wasserdicht sein, schließlich kommen sie aus England und dort kennt man sich mit nassen Wetter bekanntlich aus.

Sealskinz_Socken2 Sealskinz Socken

Ein erster Test in einen Eimer mit Wasser bestätigte das Versprechen, meine Füße blieben trocken. Die Haptik unterscheidet sich dann doch etwas von den bekannten Socken. Sie fühlen sich von der Oberfläche weich an, aber man merkt die etwas steifere Membrane im inneren. Trotzdem sind die Socken dehnbar. Wie sich das ganze beim Laufen bewährt, wird sich zeigen. Die Socken haben folgenden Materialmix auf der Innenseite: 51% Merino Wolle. 15% Acryl, 3%Elastodine und 1% Elastane. Aussen besteht das ganz aus 87% Nylon und 13% Elastane. Im inneren ist die Hydrophilic Membrane.

Ich habe mir vom gleichen Hersteller auch noch Handschuhe besorgt. Diese sind ähnlich aufgebaut wie die Socken. Von der Passform (Größe L) fühlt es sich gut an, nur die Bündchen am Handgelenk hätten etwas enger sein können. Wobei ich für einen Mann dünne Handgelenke besitze. Ich hatte die Handschuhe schon zu einem ersten Lauf an. Dabei war das Wetter etwas windig. Bei Gegenwind spürte ich den Wind nicht an den Händen. Bei Rückenwind ist es mir in den Handschuhen doch etwas warm geworden und ich habe sie ausgezogen. Das ganze war bei eine Intervall Lauf. Aber das war auch nicht ganz der Einsatzzweck, die Handschuhe habe ich mir für kaltes Regenwetter besorgt. Das Wetter dafür wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

Sealskinz Handschuhe Sealskinz_Handschuhe2

Nun noch die Mütze von Sealskinz, bisher hatter ich hier eine von Thoni Mara. Diese hatte mir im Winter bei trockenem Wetter gute Dienste geleistet. Allerdings eben nicht bei kalt nassem Wetter. Ich hatte mir immer mit der Kapuze meiner Regenjacke beholfen, allerdings verrutschte die mir andauernd, was nicht so angenehm war. Bei wärmeren Wetter habe ich dafür eine Gore Kappe. Nun muss sich beim nächsten Schmuddelwetter die wasserdichte Mütze von Sealskinz bewähren, außen mit wasserabweisenden Acryl-Strick, im innern mit Micro-Fleece, dazwischen wieder die wasserdichte Membrane.

Sealskinz Mütze

Sobald ich die Produkte bei entsprechenden Wetter getestet habe, werde ich den Artikel überarbeiten.

 

Runnersworld Lauftrainer-App

In der aktuellen Runnersworld Ausgabe (02/15) wird die hauseigene, neue Lauftrainer-App beworben. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen und habe die App getestet. Aktuell ist diese nur für iOS Geräte zu haben. Kurz den App Store angeschmissen und danach begrüßte mich die App.

Lauftrainer-App WillkommenTrainings-App Bild2Trainings-App Bild 3

Mit weiter flott durch die Einleitung

Dann muss man sich erstmal Registrieren:

Lauftrainer-App Registrierung 1Lauftrainer-App Registrierung 2Lauftrainer-App Registrierung 3

Und nun einen Trainingsplan erstellt:

Lauftrainer-App Trainingsplan 1Lauftrainer-App Trainingsplan 2Lauftrainer-App Trainingsplan 3Lauftrainer-App Trainingsplan 4Lauftrainer-App Trainingsplan 5Lauftrainer-App Trainingsplan 6

Abfrage der persönlichen Daten für den Trainingsplan.

Es werden noch Größe, Gewicht, Alter und Höchstpuls abgefragt.

Nun geht es mit der Auswahl des Trainingsplan weiter:

Lauftrainer-App Trainingsplan 7Lauftrainer-App Trainingsplan 8Lauftrainer-App Trainingsplan 9Lauftrainer-App Trainingsplan 10Lauftrainer-App Trainingsplan 11Lauftrainer-App Trainingsplan 12Lauftrainer-App Trainingsplan 13Lauftrainer-App Trainingsplan

Trainingsplan erstellen

Nun schauen wir uns den erstellten Plan mal an:

Lauftrainer-App Trainingsplan 15Lauftrainer-App Trainingsplan 16Lauftrainer-App Training 1Lauftrainer-App Training 2

Eine Endzeit von 3:08 finde ich etwas hoch gegriffen, aber wir hatten ja auch angegeben das wir hart trainieren wollen 😉

Leider ist es nicht möglich die Trainingstage anzugeben. In diesem Fall werden einem 5 Trainingstage vorgegeben.

Die ersten 2 Wochen sind kostenlos danach wird man zur Kasse gebeten:

Lauftrainer-App Training 3Lauftrainer-App Training 4

Die Kosten, finde ich, halten sich im Rahmen.

Wünschenswert wäre es noch wenn man die Anzahl der Trainingstage abfragen würde. Im ganzen macht die App einen runden Eindruck. Ob man nun mit seinem Smartphone trainieren will, muss jeder für sich selber entscheiden. Aber es besteht ja die Möglichkeit die einzelnen Trainings in die eigene Laufuhr zu übertragen. Ob der Trainingsplan zum gewünschten Ziel führt kann ich leider nicht sagen, ich werde bei meinem Greif-Plan bleiben.

 

Runnersworld Lauftrainer-App

In der aktuellen Runnersworld Ausgabe (02/15) wird die hauseigene, neue Lauftrainer-App beworben. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen und habe die App getestet. Aktuell ist diese nur für iOS Geräte zu haben. Kurz den App Store angeschmissen und danach begrüßte mich die App.

Lauftrainer-App WillkommenTrainings-App Bild2Trainings-App Bild 3

Mit weiter flott durch die Einleitung

Dann muss man sich erstmal Registrieren:

Lauftrainer-App Registrierung 1Lauftrainer-App Registrierung 2Lauftrainer-App Registrierung 3

Und nun einen Trainingsplan erstellt:

Lauftrainer-App Trainingsplan 1Lauftrainer-App Trainingsplan 2Lauftrainer-App Trainingsplan 3Lauftrainer-App Trainingsplan 4Lauftrainer-App Trainingsplan 5Lauftrainer-App Trainingsplan 6

Abfrage der persönlichen Daten für den Trainingsplan.

Es werden noch Größe, Gewicht, Alter und Höchstpuls abgefragt.

Nun geht es mit der Auswahl des Trainingsplan weiter:

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Trainingsplan erstellen

Nun schauen wir uns den erstellten Plan mal an:

Lauftrainer-App Trainingsplan 15Lauftrainer-App Trainingsplan 16Lauftrainer-App Training 1Lauftrainer-App Training 2

Eine Endzeit von 3:08 finde ich etwas hoch gegriffen, aber wir hatten ja auch angegeben das wir hart trainieren wollen 😉

Leider ist es nicht möglich die Trainingstage anzugeben. In diesem Fall werden einem 5 Trainingstage vorgegeben.

Die ersten 2 Wochen sind kostenlos danach wird man zur Kasse gebeten:

Lauftrainer-App Training 3Lauftrainer-App Training 4

Die Kosten, finde ich, halten sich im Rahmen.

Wünschenswert wäre es noch wenn man die Anzahl der Trainingstage abfragen würde. Im ganzen macht die App einen runden Eindruck. Ob man nun mit seinem Smartphone trainieren will, muss jeder für sich selber entscheiden. Aber es besteht ja die Möglichkeit die einzelnen Trainings in die eigene Laufuhr zu übertragen. Ob der Trainingsplan zum gewünschten Ziel führt kann ich leider nicht sagen, ich werde bei meinem Greif-Plan bleiben.

 

Dauerlauf bei Sturm

Heute war wieder die lange Runde von 35 km zu laufen. Ein Blick nach draussen und mir war klar, dies wird nicht langweilig.

Wetter am Samstag

Schon nach den ersten Kilometer war mir sehr warm, aber ohne Windstopper Jacke wird man schnell vom Wind ausgekühlt. Wieso wollte ich gerade heute die lange Runde ohne Trinken ausprobieren? Kurz gezögert ob ich umdrehen soll und die Jacke gegen die Trinkflasche eintauschen soll, aber mich dann doch entschieden weiter zu laufen. Erst als ich an der Isar war, und es etwas geschützter durch die Bäume wurde, entledigte ich mich der Jacke. Ab km 25 merkte ich dann das der Wind doch einiges an Kraft gekostet hatte, und die letzten 10 km wurden nicht einfach. Zumal mich im freien Gelände der Wind mit seiner ganzen Kraft entgegen gestellt hat. Aber als Läufer stellt man sich den Naturgewalten, und ich kämpfte mich zum Startpunkt zurück. Die geplanten 3 x 30 m Sprint waren aber einfach nicht mehr drin.